Die Warenhauskette Karstadt hat den Echtbetrieb von RFID-Technologie gestartet.
Die
Technik wird seit dem 10. September im Sortiment der Bereiche Jeans- und
Jeanswear sowie 'modern man' in der Karstadt-Filiale Düsseldorf eingesetzt. Ein
an der Kleidung angebrachtes Etikett mit einem Mikrochip meldet den aktuellen
Lagerort.
Das System
soll den Mitarbeitern in Echtzeit einen Überblick über die verfügbaren Textilien
im Regal und die Reserven im Filial- und Nachschublager verschaffen, hieß es.
Über RFID wird der Standort jedes
einzelnen Produktes übermittelt. Auch Preisänderungen können demnach umgesetzt
werden. Statt bisher rund drei Wochen dauere dieser Vorgang künftig nur noch
drei Tage, hieß es. Auch die aufwändige manuelle Jahresinventur gehöre der
Vergangenheit an.
Nach
Angaben von Karstadt-Chef Peter Wolf wurde das Projekt in fünf Monaten
realisiert. Die Technik wurde zuvor in Laborsituationen getestet.
Industriepartner waren ADT, ein Anbieter von
Sicherheitslösungen, sowie RF-iT Solutions, ein Hersteller
von RFID-Software.
Das Thema
Datenschutz habe höchste Priorität, hieß es von Karstadt. Auf den Etiketten seien
nur die Produktdaten gespeichert. Bei einem Kauf könne keine Verknüpfung mit
personenbezogenen Daten erfolgen. An der Kasse werde der Chip entfernt. Darüber
hinaus würden die Kunden auf den Einsatz der neuen Technologie
hingewiesen.