16 Nachwuchs-Eistanzpaare aus Dänemark, Deutschland, Estland, Lettland, Österreich, Ukraine, Ungarn und den USA - in der Kategorie "Novice" (Nachwuchs) trafen sich in Wien beim Hellmut-Seibt-Memorial-Wettbewerb - einem der anspruchvollsten europäischen Wettbewerbe in dieser Gruppe. Unser Eistanzpaar Saskia Brall (ERG-Iserlohn) und Tim Giesen (NSK-Neuss) wollten hier erstmalig das internationale Wettkampf-Feeling mitbekommen, eigentlich war nur "Mitmachen" angesagt und man freute sich dann über den sechsten Platz, da man eine so gute Platzierung bei diesem ersten internationalen Auftritt noch gar nicht erwartet hatte. Am meisten freuten sich Saskia und Tim darüber - die ja beide erst seit August vorigen Jahres zusammen laufen - dass man die beiden konkurrierenden Berliner Eistanz-Paare überrunden konnte, die bei der deutschen Nachwuchs-Meisterschaft noch vorne lagen, denn dies ist ja ein echt messbarer Fortschritt.
Nach dem ersten Pflichttanz - ein Foxtrott - lagen Saskia Brall und Tim Giesen zunächst auf dem fünften Platz, hinter ihren Trainingspartnern Carolina und Daniel Hermann aus Sprockhövel, die zunächst auf dem zweiten Platz lagen und mit denen sie zusammen im Dortmunder Olympia-Stützpunkt trainieren. Auf Platz 1 und 3 lag ein Eistanzpaar aus den USA und auf Platz 4 ein Paar aus Dänemark. Auf Platz 6 folgte dann die Ukraine auf Platz 7 und 8 folgten zwei weitere deutsche Eistanzpaare aus der Eiskunstlauf-Hochburg Berlin.
Der zweite Pflichttanz - ein Tango - gab dann kleine Verschiebungen: Die Herrmann`s aus Sprockhövel überrundeten das erste amerikanische Paar und lagen vor der Kür schon auf Platz 1. Saskia Brall und Tim Giesen kamen wieder auf den fünften Platz, da aber diesmal die Ukrainer auf den vierten und die Dänen auf den sechsten Platz landeten, lagen vor der Kür de facto 3 Paare gleichzeitig quasi auf dem vierten Platz.
Alles hing nun vom Ausgang des Kür-Wettbewerbes ab: Die Geschwister Carolina und Daniel Herrmann landeten wie erwartet auf dem ersten Platz - sie liefen quasi schon in einer anderen Klasse - denn ab der nächsten Saison laufen die Herrmann`s nur noch in der Junioren-Klasse und nicht mehr im Nachwuchs. Auf Platz zwei und drei landeten die beiden amerikanischen Paare - die extra für diesen Wettbewerb nach Europa gekommen waren, um ihre Wettkampf-Praxis zu verbessern. Auf Platz 4 kam ein Paar aus der Ukraine und auf Platz 5 das Paar aus Dänemark. Saskia Brall und Tim Giesen - die ja erst seit August letzten Jahres zusammen laufen - hatten aufgrund der relativ kurzen Trainingszeit das Handicap, dass in der ersten gemeinsamen Kür der jetzt auslaufenden Saison noch viele Schwierigkeitsgrade fehlten, wie höheres Tempo, schwierigere Hebungen und mehr Schrittfolgen. Aber dies müssen die beiden eben noch trainieren, denn "Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut". Um so erfreulicher war es, dass Saskia Brall und Tim Giesen bei Ihrem ersten internationalen Wettkampf den relativ guten sechten Platz von 16 internationalen Teilnehmern erreichten. Da es in Deutschland ja den "Regional-Vergleich" zwischen den vier Leistungszentren Dortmund, Berlin, Oberstdorf und Chemnitz gibt, freuten sich alle, dass man die beiden konkurrierenden Berliner Eistanz-Paare überrunden konnte, die bei der deutschen Nachwuchs-Meisterschaft noch vorne lagen, denn dies ist ja ein echt messbarer Fortschritt.
Saskia & Tim beim Einlaufen zum Tango

Es blieb auch noch etwas Zeit für einen Stadtbummel
- hier
vor der Wiener Oper -
Tim Giesen, Daniel Herrmann, Carolina Herrmann, Saskia
Brall (v.l.n.r.)
die Geschwister Herrmann sind Trainings-Freunde aus dem
Landesleistungszentrum
Dortmund und erreichtten den ersten Platz beim
Wettbewerb
