Saskia Brall und Tim Giesen wurden Dritte bei den Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften 2002/2003

15.12.2002: Auch wenn in den letzten Wochen und Monaten beim Neusser Schlittschuh-Klub – NSK – das diesjährige Weihnachtsmärchen auf dem Eis – „Der Zauberer von Oz“ – das Hauptthema war, liegt der Verein auch sportlich zur Zeit ganz vorne. Die beste Neusser Platzierung bei den diesjährigen Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften in Oberstdorf – mit einem unerwarteten, hervorragenden dritten Platz - erreichte Tim Giesen vom NSK-Neuss mit seiner neuen Partnerin Saskia Brall vom ERG-Iserlohn in der Disziplin Eistanzen-Nachwuchs.

Erst im August dieses Jahres bildete sich dieses neue NRW-Eistanz-Paar, wel­ches am Olympia-Stützpunkt Dortmund unter Landestrainer Vitali Schulz trainiert: d.h. der 14-jährige Quirinus-Schüler Tim Giesen fährt täglich von Neuss nach Dortmund und die 12-jährige Saskia Brall kommt aus dem Sauerland, aus Menden, nach Dortmund. Hier trifft man sich, um dann ge­meinsam für den Eistanz zu trainieren.

 

An den letzten beiden Wochenenden, beim NSK-Weihnachts­märchen begeisterten sie noch mit ihrem Eistanz-Auftritt als „Hahn & Henne“ das Neusser Publikum.

 

Erst vor 3 Wochen wurden dann noch die letzten, notwendigen Eistanz- und Technik-Prüfungen vor ei­ner DEU-Kommission abgelegt, um hierdurch überhaupt die Zulassung zur Teilnahme an den diesjähri­gen Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften zu erhalten. Sakia Brall und Tim Giesen fuhren also nach Oberstdorf unter dem Motto „teilnehmen ist alles“ – denn an Aussichten auf gute Platzierungen war in diesem Jahr noch nicht zu denken.

 

 

Vor dem Wettkampf waren noch drei Trainingszeiten fest vorgegeben - doch auch die hatten es in sich: Denn hier waren schon Punktrichter anwesend, um sich ein erstes Bild von den Paaren zu machen. Also kein Trainingsschlabber-Look sondern Kürkleid und durchgestylt  sich präsentieren um keine Zentelnoten zu verschenken.

 

Am Donnerstagabend 12.12. dann die Pflichttänze. Ausgelost wurden Foxtrott und Tango. Fehlerfrei und sicher präsentierten sich die Beiden vor den 5 auch international erfahrenen Punktrichtern nach dem Foxtrott. Mit  gleichmäßigen Noten von 3,1 und 3,2 wurden sie auf Platz Drei gesetzt. Dies gab natürlich Selbstvertrauen. Mit gutem Rhythmusgefühl und stolzer Haltung wurde dann der Tango dargeboten. Die Noten kletterten auf 3,4 und der dritte Platz konnte gehalten werden. Durch diese hervorragend dargebotenen Pflichttänze konnten Saskia Brall und Tim Giesen so mehrere Konkurrenten u.a. aus den Eistanz-Hochburgen wie Chemnitz, Mün­chen, Amberg usw. hinter sich lassen und bestätigten bundesweit ihre gute Form.

 

Ein Tag später, am Freitag 13.12. kam dann die Stunde der Wahrheit. Hat sich das Training bezahlt gemacht? Konnte das Team Brall/Giesen schon mit nur 6 monatiger Zusammenarbeit an die deutsche Spitze aufschließen? Mit der letzten Startnummer gingen die zwei in die Endausscheidung. Als die ersten Klänge der Musik (ein Charlston Medley aus dem Musical Chicago) erklang, lief alles wie am Schnürchen. Das Paar zeigte saubere Schritte, gelungene Passagen und eine Drehhebung, die einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad als die der anderen Darbietungen aufwies. Lediglich das Tempo ließ noch etwas zu wünschen übrig. Dann begann die schlimmste Zeit, das warten in der „Tränenecke“ auf die Noten. Als die Täfelchen der Punktrichter hochgingen, sah man sogar zweimal die 3,7 - damit war der dritte Platz gesichert. Der Trainer Vitali Schulz war ehrlich überrascht: „Damit hab ich wirklich nicht gerechnet“

 

Noch in dieser Saison wer­den Saskia Brall und Tim Giesen nun auch international starten - im Februar 2003 in Wien.

Tränenecke in Oberstdorf v.l.n.r.: Vatali Schulz NRW-Eistanz-Landestrainer,
Tim Giesen, Saskia Brall, Peter Meyer Chef der NRW-Landestrainer

 

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