Eisstockschießen - eine gesunde Sportart
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Prof. Dr. med. habil. Georg Neumann ist seit 1992 Leiter der Fachgruppe Sportmedizin am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig und betreut bei YAVIVO - dem Internet-Informationsmagazin in der Medizin - das Forum Sportmedizin. Zum Sport Eisstockschießen hat er nachfolgenden, sportmedizinischen Bericht erstellt, den wir hier unkommentiert weitergeben:
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Welche Sportart ist für mich geeignet?
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Vorbereitung
Eisstockschießen setzt bei hochrangigen Wettkämpfen eine gute Grundkondition, Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit, verbunden mit Kraftausdauer voraus. Auch wenn nur als Freizeitsport betrieben, sollte unmittelbar vor dem Stockschießen ein allgemeines Aufwärmen und eine Muskellockerung erfolgen, besonders im Schultergürtel. Die Aufwärmaktion sollte durch Muskeldehnübungen eingeleitet werden. Ärztliche Eignungsuntersuchungen für das Stockschießen sind kaum notwendig. Auch Herz-Kreislauf-Patienten (Koronare Herzkrankheit, überstandener Infarkt, Bluthochdruck), Diabetiker, Hochdruckkranke, Nierenkranke u.a. können Eisstockschießen als Freizeitsport spielen.
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Beanspruchung
Eisstockschießen wirkt einseitig belastend auf den Bewegungsapparat. Das Herz-Kreislauf-System wird gering belastet, weil nur der Schultergürtel beim Stockabschuss beansprucht wird. Eine allgemeine Ausdauer und Beweglichkeit ist für sicheres Stockschießen von Vorteil.
Die Sprunggelenke, Wirbelsäule und Kniegelenke werden wenig, dagegen wird das Handgelenk der Abspielhand stärker beansprucht. Das Verletzungsrisiko ist beim Eisstockschießen gering. Ein Gegnerkontakt findet nicht statt. Beim Abschuss kann man zwar ausrutschen, aber insgesamt ist Eisstockschießen in seinen drei Disziplinen nicht gesundheitsschädigend, wenn es behutsam betrieben wird.
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Trainingseffekt |
Ausdauer
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| Kraft |
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| Schnelligkeit |
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| Koordination |
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| Gelenkigkeit |
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| Wirkungen |
negativ |
positiv |
Blutdruck |
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| Herzschlagfrequenz |
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| Senkt Blutfette |
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| Fließeigenschaften des Blutes |
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| Sauerstoffaufnahme |
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| Lungenfunktion |
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| Immunsystem |
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| Entspannung |
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| Reaktionsvermögen |
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| Psychischer Ausgleich |
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| Konzentrationsfähigkeit |
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| Energieverbrauch/Gewichtsreduktion |
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| Muskelaufbau |
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| Körperhaltung/Bewegungsapparat |
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| Gelenke |
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| Wirbelsäule |
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| Achillessehne |
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Verletzungsrisiko
Das Verletzungsrisiko ist relativ gering. Ein Ausrutschen auf der Eisfläche oder beim Abschuss vom Abspielfeld ist immer möglich. Da die Rückenmuskulatur einseitig belastet wird, ist ein Ausgleichstraining immer vorteilhaft. Mangelndes Aufwärmen begünstigt Muskelzerrungen. Ohne Aufwärmen(Koordinationsbelastung, Rückenmuskelübungen) sowie Schultergymnastik sollte der Stock nicht bewegt werden.
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| Altersabhängige Eignung |
Altersgruppe in Jahren |
bis 35 |
von 35-60 |
ab 60 |
| für Neueinsteiger |
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| für Wiedereinsteiger |
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| für Trainierte |
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Ausrüstung
Der Eisstock kostet etwa 100 DM. Die Spielbekleidung sollte volle Bewegungsfreiheit im Schulterbereich ermöglichen. Rutschfeste Schuhe für Bewegungen auf dem Eis gibt es für 100 bis 150 DM. Das Eisstockschießen erfordert Eisflächen von mindestens 30 m Länge. Der Weitwurf benötigt eine Eislänge von 300 m.
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Ernährungstipp
Eine besondere Ernährung ist nicht notwendig. Verzögern sich die Spiele, dann sollte man nach 2 Stunden einen Energieriegel (kohlenhydrathaltige Nahrung) essen.
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Gesamtwertung
Das Eisstockschießen ist eine schonende Wurfsportart, die im Winter und Sommer von jung und alt ausgeübt werden kann.
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