Life-Bericht aus Lake-Placid vom Junioren-Grand-Prix

Junioren Grand-Prix in Lake Placid/USA

 

 

Bericht vom 3.9.2009 aus Lake-Placid:

Bei den Pflichttänzen erstellen die Preisrichter immer ihre erste Favoritenliste.

 

Mit 27,80 Punkten landeten  Stefanie Frohberg und Tim Giesen auf den

siebten Platz am ersten Wettbewerbstag - eine gute Ausgangsposition.

 

Nach den 3 US-Paaren mit Heimvorteilen, 2 russischen und einem kanadische Paar führen

Steffi und Tim das weitere Feld an.

15 Paare aus aller Welt nehmen an diesem internationalen Junioren-Grand-Prix

in der alten Olympia-Eishalle aus 1980 in Lake-Placid im Staat New York teil.

 

Die 27,80 Punkte sind übrigens Tim`s persönliche Bestleistung bei

einem internationalen Wettbewerb.

 

Der Trainer Renè Lohse bekam viel Lob von den anwesenden Kollegen und Eistanz-

Insidern aus aller Welt für sein neues Paar: es wollte keiner glauben, dass

Steffi und Tim erst seit 4 Monaten zusammen laufen.

 

 

 

 

 

Bericht vom 4.9.2009 aus Lake-Placid:

Stefanie Frohberg & Tim Giesen liefen den fünft besten Originaltanz aller Teilnehmer!

Sie liefen zu einer irischen Folkloremusik in wunderschönen irischen Kostümen –

Tim sogar mit extra per Hand gestrickten irischen Gamaschen.

 

Steffie und Tim erreichen damit 72,34 Punkte.

Dies war sogar der viert beste OD des ganzen Wettbewerbes nach der technischen Bewertung.

 

Tim hat leider bei den Twizzels einen kleinen Fehler gemacht und

somit die Chance vertan, sich in der Gesamtplatzierung zu verbessern.

 

Aber das Feld ist sehr eng: nach den mit Abstand führenden US-Geschwisterpaar

Shibutani mit 90,44 Punkten, folgt ein Feld von 6 ganz dicht beieinander liegende

Paare zwischen gesamt  79,63 und 72,34 Punkten.

 

Die morgige Kür muss die Entscheidung bringen, die Plätze 2 – 7 sind dabei noch total offen,

es wird ein spannender Kür-Wettbewerb erwartet.

 

Das Team Stefanie Frohberg, Tim Giesen, mit Trainer Renè Lohse und die in

Berlin zurückgebliebene Choreographin Jutta Deutschland sind frohen Mutes:

denn die diesjährige Kür zur Musik „La Mer“ einemChanson von Charles Trenet, hat es in sich

 

 

 

Bericht vom 5.9.2009 aus Lake-Placid:

Hammermäßig ….. puuuhhhhhh war der Kürwettbewerb spannend ……

 

Steffi und Tim lagen auf Platz 7 und hatten Startplatz 8 in der zweiten Einlaufgruppe.

Vor ihnen kamen zunächst, die nach ihnen Platzierten – es bestand aber

eigentlich keine Gefahr, dass eins dieser Paare die beiden noch überholen könnte.

Dann kamen zunächst die Russen Sinitsina/Zhiganshin,

die direkt vor Ihnen auf Platz 6 lagen und eine gute Kür zeigten.

 

Steffi und Tim begannen dann ihre Kür zu „La Mer“ und es wurde

plötzlich mucksmäuschen still in der Eishalle,

man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Alle verfolgten fasziniert die harmonische und anspruchsvolle

Kür – Steffie und Tim versetzten quasi die ganze Halle in einen Bann.

 

Nach dem Wettbewerb sagte der deutsche Preisrichter, ihn hätten

andere Preisrichter angesprochen, weil es ihnen

„kalt den Rücken heruntergelaufen sei“ – weil sie so fasziniert waren.

 

Renè Lohse: „Das war die beste Kür die die beiden bisher gelaufen sind –

sie haben alles aus dem Training gezeigt, eine Superleistung“.

 

Mit 71,63 Punkten schossen sie gewaltig nach vorne und lagen

zunächst auf dem ersten Platz.

 

Aber die fünf vor ihnen liegenden Paare kamen ja noch, ein russisches

Paar hatte man aber überholt.

 

In der folgenden Eisaufbereitungszeit freute sich der Trainer Renè Lohse

schon über den offensichtlich erreichten guten sechsten Platz.

 

Der Krimi ging jedoch weiter: Dann kamen die bisher auf Platz vier liegenden

US-Amerikaner Tibbetts/Brubaker, die eigentlich eine gute Kür zeigten,

dann aber stürzten  und das Zittern begann:

Alles wartete auf die Punktzahl, denn die Amerikaner lagen mit 2,75 Punkten vor

Steffi u. Tim, der Sturz musste aber Deductions geben.

Als dann das Ergebnis kam, war die Freude riesig im Deutschen-Fan-Lager:

Steffi und Tim lagen nun vor den Amerikanern auf Platz 5.

René Lohse: „Heute wird gefeiert – mit Platz fünf hätte ich nie gerechnet“.

 

Es wurde aber noch spannender:

Zunächst kamen die Kanadier Ralph/Hill, die eine Top-Kür zeigten

und im Endklassement den zweiten Platz behaupten konnten.

Dann kamen Bonacorsi/Mager aus den USA – deren Kürwertung sogar hinter

der von Steffi u. Tim zurücklag, sie konnten ihren dritten Platz in der Gesamtwertung

nur aufgrund der guten Noten aus Pflicht und Originaltanz behaupten,

obwohl Steffi und Tim bis auf zwei Punkte an sie herankamen.

 

Das deutsche Lager packte schon seine Sachen, um den fünften Patz zu feiern - es

kamen aber noch zwei Paare:

Die führenden Geschwister Shibutani aus den USA bestätigten ihren ersten Platz souverän.

Die bisher auf dem fünften Platz liegenden Zenkova/Sinitsin aus Russland, zeigten

aber keine überzeugende Kür und bekamen erheblich weniger Punkte als Steffi u. Tim.

 

Die Überraschung war perfekt: Steffi und Tim hatten die drittbeste Kür

des gesamten Wettbewerbs gezeigt.

 

Mit Platz 7 im Pflichttanz, Platz 5 im Originaltanz und Platz 3 in der Kür landeten

Stefanie Froberg und Tim Giesen bei ihrem ersten gemeinsamen Wettbewerb

abschließend auf dem vierten Platz.

 

Oft spricht man vom „undankbaren vierten Platz“ – Steffi, Tim und René feierten

dies Ergebnis aber als Sieg.

 

Mit einem vierten Platz bei einem Junioren-Grand-Prix mit 143,97 Punkten war

der erste Auftritt von Frohberg/Giesen eines der besten Ergebnisse für Deutschland

in den ganzen letzten Jahren.

 

Nach dem Ende des Wettbewerbes wurden Steffi und Tim zwar nicht als Sieger

gefeiert, aber viele Preisrichter, Trainer und Offizielle aus vielen Ländern

gratulierten den beiden zu einer hervorragenden ersten internationalen Präsentation.

 

 

 

 

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