Wert und Werte

Wir bewerten Zahlen und die Einhaltung von Werten!

Die Unternehmensbewertung ist schon seit Jahren geprägt durch Zahlen, die sog. hard facts. Kaufpreise werden nahezu ausschließlich auf der Grundlage von Planungsrechnungen ermittelt. Teilweise wird der Wert sogar nur aus den Jahresabschlüssen vergangener Jahre abgeleitet. 
 
In Anlehnung an angelsächsische Bewertungsmethoden stützt man sich auf komplexe Rechenmodelle, mit denen der Wert ermittelt wird. Diese Rechenmodelle haben alle eines gemeinsam: sie suggerieren eine Scheingenauigkeit, die die Komplexität der Unternehmenspraxis außer Betracht lässt. Excel-gestützte Rechenmodelle können nicht denken, sie berücksichtigen nur numerische Faktoren.
 
Die in den komplexen Modellen aufbereiteten Zahlen sind nur eine Seite der Unternehmensbewertung. Die Erreichbarkeit der Planziele hängt von der Unternehmensführung und dem Zusammenspiel der einzelnen Abteilungen und den Mitarbeitern ab. Die Analyse dieser sog. soft facts steht gleichberechtigt neben der Analyse der Marktsituation und der Plausibilität der Planzahlen.
 
Basis für positive soft facts sind die seit über 2000 Jahren gültigen Tugenden der Klugheit, der Gerechtigkeit, der Tapferkeit und des Maßhaltens. Die Einhaltung dieser Tugenden ist eine wesentliche Voraussetzung für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Daher ist eine Analyse der Wertvorstellungen im Unternehmen und ihrer Umsetzung für eine Unternehmensbewertung unverzichtbar.
 
Gerade bei dem Erwerb eines Unternehmens, das in das Käuferunternehmen integriert werden soll, ist die Begutachtung, ob die beiden Unternehmenskulturen, und das ist oft nichts anderes als der Grad der Umsetzung der Tugenden, zueinander passen. In den Fällen, in denen die Unternehmenskulturen sehr unterschiedlich sind, muss bei der Zusammenführung der Unternehmen mit großen Schwierigkeiten gerechnet werden, die die geplanten positiven Synergien aufzehren können.

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